Applied Behaviour Analysis (ABA) – Angewandte Verhaltensanalyse:

Die wissenschaftliche Basis einer zunehmend gefragten Intervention
für Kinder mit Autismus

Dr. Katerina Dounavi, BCBA-D
Klinische Direktorin von Melody Learning Center Dozentin an School of Education, Queen' s University Belfast.


Die angewandte Verhaltensanalyse (ABA) ist die angewandte Branche der Wissenschaft, die das menschliche Verhalten erforscht (d. h. Verhaltensanalyse) (Cooper, Heron, & Heward, 2007). Der Begriff „Applied –Angewandt“ bezieht sich auf den Fokus dieser Wissenschaft auf bedeutendes Sozialverhalten, somit Verhalten, welches für die Lebensqualität einer betreffenden Person als wichtig erachtet wird. Es gibt unterschiedliche Wege die soziale Signifikanz eines bestimmten Verhaltens einzuschätzen. Unter anderem fragt man die Person, ob sie eine spezielle Fähigkeit erwerben, oder ein unangemessenes Verhalten abbauen möchte; man beobachtet die erfolgreiche Leistung von Gleichaltrigen in einem bestimmten Bereich; man holt sich die Meinung der Eltern in Bezug auf ihre Kinder ein; man untersucht die soziale Einschränkung, die ein Nichtvorhandensein einer bestimmten Fähigkeit für die Person darstellen kann, und Anderes. Sobald dieses Verhalten definiert und eingeschätzt wurde, werden konkrete Unterrichtsmethoden und - strategien eingeführt und die Grundprinzipien des Lernens nach den Befundender Wissenschaft der Verhaltensanalyse eingesetzt, damit die Person erfolgreich die erwünschten Ziele erlangen kann. Im Gegensatz zum häufigen Missverständnis ABA sei vor allem für Autismus (Dillenburger & Keenan, 2009), bewiesen sich auf ABA- basierende Interventionen in der breiten Bevölkerung bei einer Reihe von Anliegen als effektiv (z.B., Athens, Vollmer, Sloman, & St Peter Pipkin, 2008 Baker, LeBlanc, & Raetz, 2008).

In Bezug auf Autismus sind ABA- basierende Interventionen wissenschaftlich abgesichert und erwiesen sich als am effektivsten darin ein breites Spektrum von Fähigkeiten zu entfalten und unangemessenes Verhalten zu verringern (Surgeon General, 1999; American Paediatrics, 2007) und halfen dadurch den Kindern ihr volles Potential zu erreichen. Das erklärt die zunehmende, weltweite Beliebtheit von ABA innerhalb der letzten Jahrzehnte bei Familien mit Kindern mit Autismus.

Eine auf ABA- basierende Intervention wird auf die individuellen Bedürfnisse jeder einzelnen Person abgestimmt. Sie beginnt mit einer sorgfältigen Begutachtung des vorhandenen Repertoires der Person und umfasst ein kontinuierliches Beobachten der Fortschritte. Sie hat die Motivation als ihren Hauptbestandteil, deshalb ist eine vorsichtige Analyse von funktionalen Verstärkern und deren Effektivität zur Veränderung von Verhalten grundlegend. Das Lernen soll dem Kind Freude bereiten und Fähigkeiten werden so unterrichtet, dass das Generalisieren und die Spontanität dieser Fähigkeiten ermöglicht werden. Funktionelle Kommunikation ist eine Priorität,deshalb wird die Analyse des Verbal Behavior (beschrieben von Skinner im Jahre 1957) berücksichtigt und entsprechend der neuesten Forschungsergebnisse (LeBlanc, Esch, Sidener, & Firth, 2006) unterrichtet.


References
American Academy of Pediatrics. (2007). Management of Children with
Autism Spectrum Disorders, 120, 1162-1182.
Athens, E. S., Vollmer, T. R., Sloman, K. N., & ST Peter Pipkin, C. (2008).
An analysis of vocal stereotypy and therapist fading. Journal of Applied
Behavior Analysis, 41, 291–297.
Baker, J. C., LeBlanc, L. A., & Raetz, P. G. (2008). A behavioral
conceptualization of aphasia. The Analysis of Verbal Behavior, 24, 147-
158.
Cooper, J. O., Heron, T. E., & Heward, W. L. (2007). Applied behavior
analysis, 2nd ed. Upper Saddle River, N.J.: Pearson Prentice Hall.
Dillenburger, K. & Keenan, M. (2009). None of the As in ABA stands for
autism: Dispelling the myths. Journal of Intellectual & Developmental
Disability, 34, 193-195.

LeBlanc, L. A., Esch, J., Sidener, T. M., & Firth, A. M. (2006). Behavioral
language interventions for children with autism: Comparing applied
verbal behavior and naturalistic teaching approaches. The Analysis of
Verbal Behavior, 22, 49-60.
Skinner, B.F. (1957). Verbal behavior. Acton, MA: Copley Publishing
Group.
Surgeon General. (1999). Mental health: A report of the Surgeon General. U.S.
Public Health Service. Retrieved on 22/05/2013 from
http://profiles.nlm.nih.gov/ps/retrieve/ResourceMetadata/NNBBJC.


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Für die Unterstützung der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche ein
herzliches Dankeschön an Xenia Weinmann.


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