Studie über Frühe Intensive Verhaltensintervention

Eine Zusammenfassung der Studie aus AJMR:

Frühe Intensive Verhaltensintervention: Ergebnisse für Kinder mit Autismus und ihre Eltern nach zwei Jahren





(Bob Remington, University of Southampton, UK; Richard P. Hastings, University of Wales, Bangor, UK; Hanna Kovshoff and Francesca degli Espinosa, University of Southampton, UK; Erik Jahr, Akershus University Hospital, Norway; Tony Brown, Paula Alsford, Monika Lemaic, and Nicholas Ward, University of Southampton, UK)


Hintergrund:

Diese Studie bewertete die Auswirkungen von früher intensiver Verhaltensintervention (Early Intensive Behavior Intervention - EIBI) für Kindergartenkinder mit Autismus in Südengland. EIBI ist ein sehr strukturierter und intensiver Unterrichtsansatz, der auf den Grundlagen der angewandten Verhaltensanalyse (Applied Behavior Analysis - ABA) beruht. Den Kindern wird von ausgebildeten Therapeuten eine weite Bandbreite von Fähigkeiten beigebracht. Die Therapeuten gliedern diese Fähigkeiten in kleine lehrbare Einheiten auf, so dass diese für den Lerner leichter zugänglich sind. Dieser Studie vorausgehend gibt es überzeugende wissenschaftliche Belege, die darauf hinweisen, dass EIBI für eine Vielzahl von Kindern mit Autismus effektiv ist. Allerdings, beruht der Großteil dieser Beweise auf Daten aus Amerika. Vor diesen Untersuchungen gab es keinerlei Daten mit Beispielen aus Großbritannien, die die Wirksamkeit von EIBI für den Einsatz für Kindergartenkinder mit Autismus in Großbritannien unterstützten.


Die Zielsetzung dieser Recherche:

Die Autoren dieser Recherche führten die Studie in der Absicht durch, folgende drei Kernfragen anzugehen:
  • Kann EIBI die diagnostischen Symptome verringern, die im Zusammenhang mit Autismus stehen?


  • Kann EIBI sich positiv auf die mit Autismus assoziierten Defizite in Sprache, Kognition und Verhalten auswirken?


  • Steuert EIBI dazu bei, dass sich der Druck auf die Familie erhöht?


Methode:

Zwei Gruppen von Kindergartenkindern, mit der Diagnose Autismus, wurden für diese Studie ausgesucht. Die erste Gruppe der Kinder bestand aus 23 Kindergartenkindern mit der Diagnose Autismus, die EIBI für einen Zeitraum von 2 Jahren erhielten. Die zweite Gruppe bestand aus 21 Kindern, diagnostiziert mit Autismus, die reguläre, übliche Förderungg durch deren örtliche Förderstellen für einen Zeitraum von zwei Jahren erhielten. Die Einstufungen für beide Gruppen fanden vor Beginn der Studie, nach einem Jahr, am Ende der Studie und zwei Jahre nach Beginn der Studie statt.

Teilnehmer:

Alle Kinder hatten die Diagnose Autismus erhalten und wiesen keine anderen medizinischen oder chronischen Erkrankungen auf. Kinder in beiden Gruppen waren im Alter von 30 bis 42 Monate, und alle lebten bei ihrer Familie zu Hause.

Maßnahmen:

Eine Reihe von normgerechten Tests wurde eingesetzt, um die Kinder einzustufen, einschliesslich eines Intelligenztests. Das psychologische Wohlergehen der Eltern wurde auch evaluiert.


Vorgehensweise:

Die Kinder in der EIBI Gruppe erhielten über einen Zeitraum von zwei Jahren Einzelförderung für einen Durchschnitt von 25 Stunden pro Woche. Diese Förderung wurde von 3-5 Lehrern sowie den Eltern der Kinder erteilt, die alle in den Prinzipien von ABA unterrichtet wurden. Der EIBI Interventionsgruppe wurde eine Variation von Grundfähigkeiten beigebracht, einschliesslich Spielen, Sprache, Wahrnehmung und angepasstes Verhalten.

Die Kinder in der Gruppe, die kein EIBI erhielten, bekamen eine Standardversorgung, die von der örtlichen Schulbehörde angeboten wurde, sowie eine Form von Sprachtherapie und Logopädie.


Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigen, dass 26% der Kinder, die EIBI erhielten, eine beträchtliche Steigerung ihres Intelligenzquotienten aufwiesen. Weitere Ergebnisse zeigen, dass es zu einer erheblichen Verbesserung in der Intelligenz, der Fähigkeiten des täglichen Lebens, der motorischen Fähigkeiten, der sozialen Fähigkeiten und in der frühen sozialen Kommunikation und der Sprache kam. Im Vergleich zu den Eltern, deren Kinder die Standardversorgung erhielten, war bei den Eltern der Kinder, die EIBI erhielten, keine Zunahme der psychologischen Anpassungsproblemen zu vermerken. Die Befunde zeigen auch, dass das Problemverhalten, sowie die diagnostischen Symptome, die mit Autismus in Verbindung gebracht werden, verringert wurden. Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen waren auch nach 12 Monaten noch zu vermerken.


Zusammenfassung:

Die Resultate dieser Untersuchung weisen nach, dass EIBI in Großbritannien erfolgreich eingesetzt werden kann. Obwohl die Intervention die empfohlenen 40 Stunden pro Woche unterschritt, waren die Ergebnisse mit denen der USA vergleichbar. Auch wenn die Grundfragen dieser Studie adressiert wurden, warfen die Befunde weitere Fragen auf. Zum Beispiel bleibt unklar, welche Kinder am meisten einen Nutzen aus EIBI ziehen, oder wie die effektiven Unterrichtsmethoden und Lehrpläne am besten evaluiert oder bestimmt werden, die langfristigen Auswirkungen von EIBI, und auch, ob EIBI noch bessere Ergebnisse als bisher berichtet erzielen kann.


Diese Studie ist eine Zusammenfassung der originalen Unterlagen. Um die vollständige Studie als PDF zu erhalten und um mehr Informationen zu bekommen, kontaktieren Sie bitte Bob Remington: R.E.Remington@soton.ac.uk

Sie können auch die 112. Ausgabe von AJMR bestellen: *hier*


Bitte berücksichtigen Sie, dass jegliche Bemühungen eingesetzt wurden, um diesen Artikel zu komprimieren und eine weitflächige Übersicht dieser Recherche zu geben. Allerdings, wurde ein Teil des ursprünglichen Artikels direkt kopiert, damit die wichtigste Information nicht unterging. Jegliche Anerkennung der Zusammenfassung, ob direkt oder neu formuliert steht einzig den Forschern zu.


Zum Runterladen als PDF, klicken Sie hier


Wir erhielten die Erlaubnis von AJMR, diese Studie von AJMR zusammenzufassen, zu veröffentlichen und zu übersetzen.

Order Detail ID: 19908526

AMERICAN JOURNAL OF MENTAL RETARDATION by R.E. Remington. Copyright 2007 by American Association on Intellectual Developmental Disabilities. Reproduced with permission of American Association on Intellectual Developmental Disabilities in the format Internet posting via Copyright Clearance Center.

Für die Zusammenfassung danken wir: Miss Georgiana Elizabeth Barzey.

Verantwortlich für die Übersetzung: Silke Johnson


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